creepy creatures reviews

phantastische Literatur

www.creepy-creatures.net

 

23.05.2018 - creepy-creatures.net  ist der Web-Blog zum YouTube Kanal creepy creatures reviews. Hier findet ihr Interviews und Artikel zu Büchern, zu denen ich keine Videos gemacht habe, sie aber trotzdem nicht unerwähnt lassen möchte. Nun ist der Blog umgezogen: ein bisschen was hat sich in der Tat verändert. Das liegt aber nicht an einem Frühjahrsputz sondern am einem Umzug. Der alte Anbieter wollte dann doch für alles mehr Geld, als ich bereit war auszugeben. Daher bin ich jetzt hier! Die Inhalte werden nicht alle übertragen, aber ich versuche zumindest die wichtigsten mit herüber zu nehmen. Gleichzeitig werde ich die Seite etwas verschlanken und reduzieren; der Fokus wird nun mehr auf Blogartikeln liegen, denn für Videos gibt es ja YouTube.

Zu den Blogbeiträgen gelangt ihr über das Menü und den Unterpunkt "Blog" oder direkt hier.

 

Viel Spaß auf den Seiten von creepy creatures reviews!

 

 

 


"Squatters - die Besetzer" von M.J. Colletti

"Squatters - die Besetzer"
M.J. Colletti
Chaospony Verlag 2018

388 Seiten

Klappentext:

2056. Es ist zwanzig Jahre her, dass die Squatters auf die Erde kamen und alles verwüsteten. Niemand hat sie bisher je zu Gesicht bekommen. Nur ihre riesigen Maschinen, mit denen sie Jagd auf die verbliebenen Menschen machen, scheinen allgegenwärtig. Was mit denen geschieht, die eingesammelt werden, weiß niemand. Nur eines ist gewiss: Ist man einmal gefangen, kehrt man nie wieder zurück.

Als Lara erfährt, dass ihr Ziehvater von den Sammlern der Squatters entführt worden ist, fasst sie den Entschluss, ihn zu retten. Zusammen mit Ben und Kaleb ist ihr Ziel nichts geringeres als die Festung der Squatters selbst.

 

 

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acht unabhängige Phantastik-Verlage

nachdem ein Kommentator unter dem Interview mit Christian von Aster vorgeschlagen hatte, doch mal ein paar Verlage vorzustellen, habe ich eine Weile überlegt. Die Idee war mir selbst schon gekommen; bisher hatte ich aber nie gewusst, wo ich anfangen und wo ich enden sollte.
Also habe ich mir einfach ein paar Kriterien gesetzt nach denen ich die Verlage ausgesucht habe:

 

  • der Verlag muss noch existieren und unabhängig sein
  • er muss überwiegend Phantastik verlegen
  • ich habe mindestens drei Bücher aus diesem Verlag gelesen
  • von denen mit über die Hälfte gefallen habe

 

Am Ende war es zwar eine ziemliche Sucherei im Bücherregal, aber ich habe eine Auswahl getroffen.

Welche Verlage das sind erfahrt ihr am Samstag, den 01.06.2018 auf YouTube - Patreon Unterstützer bekommen die Liste einen Tag vorher über www.patreon.com/creepycreatures.

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Voodoo Press startet letzten Versuch: Patreon

Nur wenige Tage ist es her, dass Voodoo Press das eigene Aus verkündet hat - zu gering waren zuletzt die Buchverkäufe.

Doch für Michael Preissl, der den Verlag weitestgehend alleine führt und Unterstützung hauptsächlich durch seine Familie erfährt, war das Loslassen seines Verlags nach zehn Jahren wohl doch schwieriger als gedacht. Und nur kurz nach der Ankündigung, der Verlag würde schließen, steigen die Verkäufe plötzlich sprunghaft in die Höhe.

"Die letzten drei Tage waren irren an Buchverkäufen, wenn das immer so gewesen wäre ...."

Nicht jede getroffene Entscheidung fühlt sich auch richtig an. Und manchmal kann man sich von einem Lebenswerk, wie es Voodoo Press für Gründer und Geschäftsführer Michael Preissl eben doch nicht so einfach trennen.

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Voodoo Press macht dicht

(c) Florian Jung - Leipziger Buchmesse 2018
Michael Preissl

Für Fans und leser des Voodoo Press Verlags kam die Ankündigung einem Bombenknall gleich: um zehn Minuten vor Zwöl f am 23.05.2018  kam der Voodoo Press Newsletter mit dem Betreff "Voodoo Press Shutdown". Darin beschreibt der Verlagsgründer Michael Preissl, dass nach zehn Jahren nun wohl der Moment gekommen sei die Buchdeckel endgültig zu schließen. Und es scheint fast so, als wäre es in malta schon fünf vor Zwölf gewesen. Die Verkäufe, so Michael Preissl seien in letzter Zeit rückläufig gewesen. Preissl war stolz darauf den Verlag ohne Kredite und Schulden betreiben zu können, doch "Sobald die Ausgaben die Einnahmen übersteigen ist es an der Zeit sich zu überlegen, ob das alles noch so Sinn macht". Auch auf Nachfrage sagt er "ich wüsste nicht, wie sich die Situation wie sie derzeit ist ändern sollte".


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Interview mit Caroline Ronnefeldt

Mit "Quendel" hat die Illustratorin und Autorin Caroline Ronnefeldt einen Fantasy-Roman geschrieben der außergewöhnlich ist. Außergewöhnlich deshalb, weil er auf die klassischen Regeln der deutschen Fantasy, die geradezu inflationär mit vielen mittelmäßigen und schlechten Werken den Buchmark überschwemmt. Sie verzichtet auf Schwertkämpfe, Orks, Elfen und Zwerge (selbst Magie spielt verschwindend gering und kaum wahrnehmbar eine Rolle) sondern hat einen ruhigen, klassischen Roman geschrieben, in dem ein kleines Volk friedlich in der Natur lebt, etwas britisch-kautzig daher kommt und sich plötzlich einer aufkommenden Bedrohung gegenüber sieht.

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was ist Patreon?

"Die Welt ist im Wandel" - das ließen die Macher der "Herr der Ringe Filme" Saruman sagen. Ob er die seriöseste Quelle für Zitate ist sei dahingestellt, aber heute stimmt das zumindest. Gerade für Menschen, die kreativ, künstlerisch oder gestalterisch arbeiten und davon nicht leben können, bieten sogenannte crowdfunding Plattformen die Chance, sich fördern zu lassen. Denn "Patreon" bedeutet soviel wie Mäzen oder Förderer. Streng genommen bieten künstlerische Berufe keinen direkten, greifbaren Mehrwert - man kann sie nicht essen, anziehen oder sein Leben technisch erleichtern lassen. Aber man kann sich sehr wohl unterhalten lassen! das gilt für Bücher, Comics, Musik, Postkarten, Kunstwerke oder Filme. Generell muss man auch kein Künstler sein um sich supporten zu lassen - man muss nur irgendwas herstellen, das andere so interessiert, dass sie für das Produkt und den Entstehungsprozess bereit sind Geld zu spenden. "Patreon ist eine Plattform, die es Künstlern und Schöpfern einfacher macht Geld zu verdienen". So platt, einfach und gleichzeitig ehrlich und geradeheraus lautet die Message, die Patreon auf ihrer Presseseite als Headline zeigt.

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Interview mit Übersetzerin Birgit Herden

Interview mit Übersetzerin Birgit Herden

19/04/2018

Für diejenigen, denen das Lesen von Büchern im Original zu anstregend ist, gibt es deutsche Übersetzungen. Über 10.000 Bücher werden jedes Jahr aus anderen Sprachen in die unsere übersetzt. Die Übersetzer werden dabei selten gelobt, eher kritisiert. Doch weiviel Arbeit in der Übertragung eines Werkes von der einen in die andere Sprache steckt, wie lange das dauert und ob es hilft, das Buch-Genre selbst auch zu mögen habe ich die Übersetzerin Birgit Herden gefragt, die zuletzt "die Kinder der Zeit" von Adrian Tchaikovsky übersetzt hat. Mehr über sie und Ihre Arbeit als Übersetzerin erzählt sie in diesem Interview

 

 


creepy creatures reviews: Wie wird man eigentlich Übersetzerin? Reicht es, einfach gut Englisch zu können?

Birgit Herden: Vor allem ist es wichtig, gut Deutsch zu können, also gut zu schreiben. Die andere Sprache muss man natürlich in allen Nuancen verstehen. Die Literaturübersetzer, die ich kenne, sind auf den unterschiedlichsten Wegen dorthin gelangt. Es sind natürlich immer Menschen, die gerne lesen und schreiben. Meist haben sie etwas studiert, aber nicht notwendigerweise Anglistik oder Germanistik. Ich selbst war zunächst Journalistin. Wie viel Spaß mir das Übersetzen macht, habe ich gemerkt, als ich amerikanische Magazintexte für das deutsche Publikum übertragen habe.

 

 

creepy creatures reviews: Gibt es eine Pi-mal-Daumen Regelung wie lange man für die Übersetzung eines Buches oder einer bestimmten Anzahl an Seiten braucht, oder ist das jedesmal wieder anders?

Birgit Herden: Das ist sehr unterschiedlich - bei manchen Titeln brauche ich pro Seite doppelt so viel Zeit wie bei anderen. Typisch sind vielleicht zwei bis drei Monate für einen Roman, es kann aber auch länger dauern.

 

 

creepy creatures reviews: Übersetzen Frauen Männer anders als Frauen Frauen oder Männer Männer?

 

Birgit Herden: Ich glaube nicht, dass man das so pauschal sagen kann, eher übersetzt jeder Mensch unterschiedlich.
 

 


creepy creatures reviews: Wie wichtig ist es für Sie, sich mit dem Genre und dem Thema identifizieren zu können? Oder anders gefragt: macht Sci-Fi mehr Spaß oder mögen Sie am Ende gar keine Phantastik?!

 

Birgit Herden: Ich liebe Science Fiction und Fantasy seit Kindertagen und habe 1998 zusammen mit Hannes Riffel die auf Phantastik spezialisierte Buchhandlung "Otherland" in Berlin gegründet. Natürlich bin ich glücklich, wenn ich etwas aus dem Genre übersetze, und sicherlich hilft mir die Erfahrung auch dabei. Ich kann mich aber auch für andere Themen begeistern, zum Beispiel für Liebesgeschichten oder auch für gute populärwissenschaftliche Sachbücher.

 

 

creepy creatures reviews: Wie leicht oder schwer ist es, die (im übertragenen Sinne gemeint) Handschrift des Autors ins Deutsche zu übertragen? Was geht davon in der Übersetzung verloren?

 

Birgit Herden: Auf jeden Fall bemühe ich mich als Übersetzerin, den Verlust gering zu halten, den Stil, die Inhalte, Stimmungen, den Geist und Witz des Originals so genau wie nur irgend möglich zu transportieren. Das ist es ja, worum es beim Übersetzen geht und was mich an dieser Arbeit so begeistert: Man taucht tief in die oft faszinierende Gedankenwelt eines anderen Menschen ein und erschafft sie mit den eigenen Worten neu. Oft gelingt das gerade dadurch, dass man sich vom Wortlaut des Originals löst und recht frei übersetzt. Man versucht, im Deutschen die gleiche Wirkung zu erzielen, wie es das Original tut. Bei "Kinder der Zeit" zum Beispiel sind die Kapitel der Spinnen in einem anderen Ton gehalten als die der Menschen. Hier gibt es kaum Ironie, dafür Heldentaten und historische Momente, die Sprache geht eine Spur ins Erhabene. Das kann man auf Deutsch sehr schön transportieren. Andererseits ist es in der SF oft eine Herausforderung, die coole Lässigkeit des Englischen rüberzubringen, Fachbegriffe, Abkürzungen und Slangwörter so zu übertragen, dass der Text nicht brav wird und authentisch klingt.

 

 

creepy creatures reviews: Halten Sie mit den Autoren, die Sie übersetzen Rücksprache, haben Sie während des Übersetzungsprozesses irgendeinen Kontakt? Kommen Sie den Autoren näher als der Leser?

 

Birgit Herden: Wenn mir Stellen absolut Rätsel aufgeben, dann sammle ich die und schicke dem Autor am Ende eine Liste mit Fragen. Das ist dann meist ein kurzer, aber netter Austausch per Email.

 

 

creepy creatures reviews: Ist es ein Unterschied aus dem Amerikanischen oder dem Ur-Englischen zu übersetzen?

 

Birgit Herden: Ob amerikanisches, britisches, australisches oder kanadisches Englisch, das ist weniger wichtig, als an welchem Ort und in welcher Zeit ein Roman spielt und welchen Hintergrund seine Protagonisten haben.

 

 

creepy creatures reviews: Was machen Sie, wenn Sie doch mal bei einem Satz überhaupt nicht weiterkommen?

 

Birgit Herden: Oft hilft es mir, eine kurze Pause zu machen und an etwas anderes zu denken. Wenn ich mich dann wieder hinsetze, steckt wundersamerweise oft die richtige Formulierung in meinem Kopf. Den Trick darf ich natürlich nicht allzu oft anwenden, sonst werde ich ja nie fertig. Wenn auch das nicht hilft, dann frage ich befreundete Übersetzer um Rat.

 

 

creepy creatures reviews: Zwangsläufig haben Sie beim Übersetzen auch „Kontakt“ mit der Thematik des Buches. Was passiert, wenn Sie ein Buch doof finden, dass Sie übersetzen?

 

Birgit Herden: Dann muss ich mich halt zwingen und trotzdem weitermachen. Zum Glück passiert das sehr selten. Ich weiß ja vorher, worauf ich mich einlasse. Bei mir ist es oft so, dass ich mich durch die intensive Beschäftigung regelrecht in ein Buch und seine Charaktere verliebe. Oft fällt es mir am Ende schwer, loszulassen und mich wieder für etwas Neues zu öffnen.

 

 

creepy creatures reviews: Versuchen Verlage möglichst immer den gleichen Übersetzer für einen Autor zu verpflichten?

 

Birgit Herden: Das ist oft so, aber nicht immer. Manchmal hat der bisherige Übersetzer gerade keine Zeit. Oder das neue Buch eines Autors unterscheidet sich stark von den bisherigen, sodass ein anderer Übersetzer besser passt.

 

 

creepy creatures reviews: Könnten und/oder würden Sie eine Übersetzung ablehnen weil Sie den Autor in der Vergangenheit nicht mochten oder weil Sie das Thema nicht interessiert?

Birgit Herden: Natürlich kann ich das und würde es auch! Aber die Verlage überlegen ja, welcher Übersetzer zu einem Buch passt. Meist bekomme ich also Titel angeboten, auf die ich auch Lust habe.

 

 

creepy creatures reviews: Im Fall von „die Kinder der Zeit“ sind sowohl der Autor wie auch Sie mit wissenschaftlichem Hintergrund ausgestattet. Inwieweit ist das für einen Übersetzer wichtig - ginge es auch ohne?

 

Birgit Herden: Bei "Die Kinder der Zeit" habe ich tatsächlich eine gewisse Seelenverwandtschaft mit dem Autor verspürt - diese Begeisterung für Biologie, für evolutionäre Prozesse, die Idee, dass eine Spezies primär Biotechnologie entwickelt, sich aber für das Rad und Elektrizität kaum interessiert - herrlich! Mein wissenschaftlicher Hintergrund hat mir bei der Übersetzung sicher geholfen. Aber natürlich kann man Science Fiction auch ohne in naturwissenschaftliches Studium sehr gut übersetzen. Man kann ja recherchieren und sich vieles autodidaktisch aneignen. Das tue auch ich immer wieder - zum Beispiel, wenn es um Raumschiffantriebe geht.
 


creepy creatures reviews: Welches Buch hätten Sie gerne übersetzt?

Birgit Herden: Sicher viele SF-Titel, aber wenn ich mich für ein Buch entscheiden müsste, dann für ein Sachbuch: "Das egoistische Gen" von Richard Dawkins.

 

 

 

creepy creatures reviews: Im Fall von Adrian Tchaikovsky gibt es die meisten seiner Werke nicht in einer deutschen Übersetzung. Hat da einfach keiner dran gedacht oder sind gerade Übersetzungen in Arbeit?

 

Birgit Herden: Jeder Verlag muss sich sehr genau überlegen, welche Titel er übersetzen lässt, das ist ja immer mit großen Kosten und potenziellen Verlusten verbunden. Es gibt viel mehr englischsprachige Leser als deutschsprachige, man kann unmöglich also nicht alle Titel machen, die vielleicht schön wären. Je mehr Deutsche Tchaikovsky kaufen und lesen, desto mehr Titel werden auch von ihm übersetzt werden!

 

 

 

creepy creatures reviews: Gott sei Dank sind wir ja nicht live, daher können Sie sich bei der Beantwortung dieser Frage Zeit nehmen: welches aktuelle oder uralte Buch würden Sie Phantasten empfehlen?

 

Birgit Herden: Meine Empfehlung: "Freie Geister" von Ursula LeGuin. Zeitlos großartige Science Fiction. Der Roman wurde gerade von Karen Nölle neu übersetzt, viele dürften ihn noch unter dem Titel "Planet der Habenichtse" kennen.



Vielen Dank, Birgit Herden!

 

 



 

erwähnte Bücher (Amazon affiliate Links):


"Die Kinder der Zeit"

Adrian Tchaikovsky
aus dem Englischen von Birgit Herden


"Freie Geister"

Ursula K. LeGuin
aus dem amerikanischen Englisch von Karen Nölle

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