»Phantasma Goriana« von Markus K. Korb

Dieses Buch ist etwas besonderes. Und zwar in erster Linie alleine wegen seiner Existenz, denn es ist das letzte Buch des seit Dezember 2018 nicht mehr existierenden Verlags VOODOO PRESS. Das alleneine macht es zu etwas besonderem, denn nach zehn Jahren voller phantastischen Veröffentlichungen hat ein lange bestehender Verlag dicht gemacht. Für viele Fans war es befremdlich, mit welchem Schlingerkurs der Verlag sein Ende nahm, aber dies wurde schon in anderen Artikeln behandelt und soll hier nicht Gegenstand sein. Soviel sei aber erlaubt zu sagen: der unprofessionelle Umgang mit den eigenen Veröffentlichungen, der wirr wirkende Zickzack-Kurs und die ständigen Korrekturen der Veröffentlichungstermine waren den Fans des Verlags bekannt und wurden lange toleriert.

Das Buch hatte ich bereits Monate vor dem Erscheinungstermin bestellt und habe dann lange gewartet. Nachdem es im Januar immer noch nicht da war, habe ich direkt beim Ex-Verleger angefragt, der mich wiederum an den Verlagsauslieferer verwiesen hat, der wiederum schrieb: "Sie stehen nicht auf der Liste". Bezhalt war das Buch natürlich längst und das wollte ich mir dann doch nicht einfach so gefalen lassen. Es soll in dieser Rezension um das Buch gehen, aber so viel sei dann doch noch erlaubt: soetwas war typisch für Voodoo Press wenn man den Nachfragen und Beschwerden auf Facebook glauben schenken darf.

Schließlich habe ich das Buch dann doch bekommen - und zwar von Markus K. Korb selbst. Siebenundzwanzig Kurzgeschichten enthält das 318 Seiten starke Buch. Einige der Geschichten sind nur wenige Seiten lang, andere haben um die 30 Seiten. Markus K. Korb, der 1971 geborene Franke zeigt mit den Geschichten dieser Sammlung vor allem eine große Bandbreite an Geschichten; wie im Klappentext schon angekündigt, geht es um Zombies in Disneyland, Kannibalen, ein Toter im Garten von Versaille usw.

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Der Blogger und das Recht

Der Rückschlag, den der nun nicht stattfindende Film über J.R.R. Tolkien - und die Drohungen, die der Tolkien-Trust mir mitteilen ließen habe mich entsetzt und traurig gemacht, aber auch einige Fragenzeichen aufgeworfen. Ohnehin bewegt man sich als Blogger auf dünnem (rechtlichen) Eis. Die Rechtsprechung wurde - ob nun gefühlt oder tatsächlich - immer restriktiver und die teils diffuse Angst der Politik gepaart mit Unwissen und Unverständnis einige der doch älteren Volksvertreter aber auch der Versuch, nötige Regeln besser durchsetzen können, führte zu einer unter Bloggern grasierender Verunsicherung. Was darf ich eigentlich noch zeigen, filmen, fotografieren? Wann muss ich einen Post oder einen YouTube Film als Werbung kennzeichnen? Wie lange ist eigentlich ein Zitat und wann wird etwas zum Auszug? Und ganz grundsätzlich: wie schütze ich mich als Blogger vor Klagen? An wen kann ich mich mit der Bitte um Hilfe wenden wenn mir rechtliche Schritte angedroht werden?

Genau diese Fragen versuche ich mit Hilfe von Experten zu klären. Zwie Kanzleien in Düsseldorf haben mit ihre Unterstützung zugesagt und ich werde mich mit einem ziemlich umfangreichen Fragenkatalog auf den Weg machen um Klarheit in einigen der oben gestellten Fragen zu bringen. Kein einfaches Unterfangen und es wird nicht gelingen, den ultimativen juristischen Reiseführer durch die Galaxis der Blogger zu schaffen. Aber einige der wichtigen Fragen hoffe ich doch beantworten zu können.

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"Neanderthal" - Jens Lubbadeh

Die Grundidee zu Jens Lubbadehs zweitem Roman nach "Unsterblich" ist faszinierend: was wäre, wenn es der Menschheit endlich gelungen wäre, dass, wofür sie sich sich fürchtet, nämlich das Leiden an Krankheiten und Gendeffekten, aus dem Erbgut entfernt zu haben? Die Menschen würden länger leben, sie wären nur Gesund und Pflegeheime wären überflüssig.

Diese ganze Welt scheint ins Wanken zu geraten - zumindest für Komissar Nix. Den der steht vor der Leiche eines jungen Mannes, der - obwohl nicht lange tot und jüngeren Alters - alle Merkmale eines Neandertalers aufweist. Wie kann das sein? Wie kann der Mensch, der gerade dachte, er hätte eine weitere Entwicklugnsstufe erreicht sich plötzlich zurück entwickeln?

Der Wissenschaftsjournalist Lubbadeh, der mit "Unsterblich" einen aufrüttelnden, innovativen dystopioschen Roman geschrieben hat, hat hintergründig recherchiert. Als Journalist ist er es gewohnt, wissenschaftliche Huntergründe herauszufinden und zu hinterfragen, diese aber gleichzeitig in allgemeinverständliche Worte zu kleiden und dem Leser so auch schweirigere Fakten verständlich zu machen. Das ist dem Autor gelungen, auch dieses mal. Schon Lubbadehs Erstlingswerk war keines, dass durch überfrachtete Settings zurückgreifen musste, dass mehr Action als Geschichte bot. Auch dies ist Jens Lubbadeh in "Neanderthal" gelungen. Er ist ein Autor der eher leisen Töne; zuweilen fast nüchternd in seiner Schreibweise und bewusst auf grelle Knalleffekte verzichtend.

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Interview mit "the dandy is dead" zu »Basement Tales«

Pulp-Heftchen waren eine mehr aus der Not heraus entstandene Literaturform, die in den USA der 30er Jaher aufkamen und sich bis in die 50er Jahre hinein hielten. Es waren Magazine, die auf billigem Papier gedruckt waren (Pulp, oder auch das deutsche "Pulpe" bedeutet nicht mehr als Papierrohmasse; der Fachmann spricht auch von "Faserbrei") und Inhalte hatte, die nicht in literarische Hochkulturen passte. Nämlich Sci-Fi, auch Horror, Mystery - gerne auch mit sexuellen Elementen, die aber zumeist nur angedeutet waren.

Dies nahm sich Tom Becker zum Vorbild, als er 2018 das erste »Basment Tales« Heft herausbrachte. Stimmig bis zum letzten sind die Kurzgeschichten weder auf reinweißem noch auf Hochglanzpapier gedruckt sondern auf Recyclingpapier (oder zumindest einem, dass danach aussieht).

Tom Becker versammelte in jedem der zwei bisher erschienen Hefte Underground-Autoren und bekannte Namen, Horrorschreiber und Autoren von Steampunk, Fantasy und solche, die sich keinem Genre fest zuordnen lassen. Christoph Marzi (»die uralte Metropole«, »Mitternacht«) ist ebenso dabei wie Isa Theobald (»19«) oder Christian von Aster (»das eherne Buch«, »das Kobolitkum«) und Germaine Paulus («Pfuhl«). Wie "the dandy is dead“ die Idee zu den heften gebar, was sein Ziel ist und warum es die Hefte gibt beschreibt er hier

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creepy creatures reviews 2019

2019 steht vor der Tür. Nur noch wenige Wochen, dann ist das Jahr, das als Neues begonn, das Alte. Sowas! Ich freue mich immer über und auf das Jahre ende, auf Weihnachten und das graue Wetter, Schnee und Kälte. Ein Sommermensch war ich noch nie und dieses Jahr war es für mich eine Tortur.

Wie es 2019 mit creepy creatures reviews weiter gehen wird, wird in einem Video thematisiert, dass Ende Dezember als letztes für dieses Jahr erscheinen wird. Ein paar eher kleinere, aber vielleicht in der Auswirkung doch größere Änderungen wird es geben. Außerdem gehe ich kurz auf den Film über Tolkien ein, der nun - dank der erfolgreichen Crowdfunding Kampagne - auf jeden Fall produziert wird.

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creepy creatures an Halloween

zwei Specials wird es dieses Jahr zu Halloween geben. Am 31.10. startet direkt um 6:66 (also um sechs Minuten nach sieben uhr MORGENS) der erste Film: "die große, creepy Süßigkeiten Show" in der ich ziemlich abgedrehte aber auch ein paar ganz normale Süßigkeiten vorstellen werde.

Der zweite FIlm ist deutlich ernster, auch wenn das trashige Halloween Set bestehen bleibt. Es geht darum, was für euch Horror ausmacht. Dazu habe ich auf Facebook gefragt, wie ihr das seht. Und eure Antworten sind der größte Teil des Films, der am späten Abend online gehen wird. Freut euch drauf!

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im Land der roten Krieger - die Masai Mara

Game Drive in der Masai Mara
Gane Drive in der Masai Mara

Wie wohl jeder Europäer habe ich exotische Tiere bisher nur im Zoo gesehen. Eine Safari, auf der man mit etwas Glück einigen oder gleich allen der berühmten „Big Five“ (Löwe, Elefant, Nashorn, Büffel und Leopard) begegnen könnte, hat mich seit Jahren schon fasziniert. Ebenso wie es mich gewundert hat, dass in armen Ländern wie Kenia und Tansania eine solche Safari fast schon unbezahlbar ist. Aber dank eines großzügigen Geschenks haben wir Ende September 2018 voller Spannung unsere Koffer gepackt und sind nach Afrika geflogen.
 Was würde uns erwarten? Würden wir überhaupt Tiere sehen? Wie würde es sich anfühlen in Zelten oder Holzhütten zu wohnen?

Nun ist Afrika kein Land sondern ein Kontinent, der groß ist und differenziert betrachtet werden muss. Als Kind stellte ich mir ganz Afrika so vor, wie ich es vor meinem inneren Auge gesehen habe als ich „kein Platz für wilde Tiere“ und „Serengeti darf nicht sterben“ von Bernhard Grzimek gelesen habe: eine heiße Steppe, deren vorherrschende Farbe ein bräunliches gelb ist, kein Schatten und gefährliche Tiere an jeder Ecke. Riesige Gnu und Gazellenherden, die aus der Luft betrachtet Staubwolke hinter sich her ziehend flüchten. Das waren die Bilder, die ich noch im Kopf hatte - ebenso wie das berühmte Zebra-Flugzeug.

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