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Hier findet ihr die aktuellen und älteren Blogeinträge. Artikel, Interviews, Videos - sobald hier oder auf YouTube was Neues passiert, erfahrt ihr es im nachfolgenden Blog. Die ersten Einträge von 2015 sind nach der Umstellung des Hosts leider verloren gegangen; aber Ende 2017 sind aber alle Beiträge auf dieser Seite aktuell.

Viel Spaß auf den creepy creatures Seiten!


aktuelle Blogartikel

»Kill Creek« von Scott Thomas - enttäuschende Anhäufung von Klischees

Irgendwo im ländlichen Kansas steht ein altes Haus mit schauriger Geschichte. Schon der Erbauer starb eines grausamen Todes und auch die nachfolgenden Bewohner haben ihr Heim nie lange überlebt. Gerade diese Geschichte ist es, die vier der erfolgreichsten Horror-Autorin sich hier zusammen finden lässt. Die Zusammenkunft soll eine multimediale PR Maßnahme sein - in Interviews sollen per Lifestream die Zuschauer mehr über ihre vermeintlichen Idole erfahren.

Und auch wenn einige der vier Schreibenden nicht ganz überzeugt sind, machen sie doch am Ende alle mit. Und erfahren sowohl über die Geschichte des Hauses wie auch über die ihrer Mitstreiter mehr, als sie es vielleicht wollen.


 

Der Roman ist - das sei als erstes erwähnt - eine Aneinanderreihungen althergebrachter Horror-Klischees. Schon die vier Autorinnen und Autoren sind wie aus dem Lehrbuch entnommen: es gibt die promiskuitive, punkige Extrem-Horror Autorin mit bewegter Kindheit, den alten weisen Autor, der distinguiert auftritt, Ruhe in die Mannschaft bringt und an den richtigen Stellen wieder mit Weisheiten um die Ecke kommt.

Natürlich hat auch er in seinem Lebenslauf einen dunklen Fleck, von dem niemand weiß. Und dann gibt es noch den klischeehaftesten aller Schriftsteller-Charaktere: den einstmals erfolgreichen, heute aber in die Bedeutungslosigkeit absinkenden Zweifler, der eben diese in Alkohol ertränkt. Und dann gibt es den sonderbaren reichen Mäzen, der - Achtung - eine schwarze Freundin hat. Huch! Scott Thomas hat die Alibi-Afro so plakativ inszeniert, dass die Figur zu gewollt erscheint. Nicht etwa als Charakter, der nun mal schwarz ist und das kaum erwähnenswert wäre, dass also eine andere als die weiße Hautfarbe eben eine andere als die weiße wäre - nein, es ist der klischeebeladene Versuch, eine Quoten-Ethnie im Buch zu haben. Wie in den 90ern.

Auch die Horror-Momente des Buches sind wie aus der B-Movie Kiste entnommen: schemenhafte Erscheinungen etwa, die am Rande des Gesichtsfeldes kurz erscheinen. Oder Mauern, die plötzlich nicht mehr da sind, wo sie vorher waren. Gegenstände, die ihre Plätze wie von Zauberhand wechseln.
Und dann plötzlich stirbt das Kind eines der vier Autoren: die des braven gläubigen, übergewichtigen Phantasten, der ein gläubiger Christ ist - zumindest am Anfang der Geschichte noch ohne jedweden Zweifel an Gott und seiner Güte.

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Crowdfunding gestartet!

Das Crowdfunding-Projekt zum Buchprojekt von Lars Dangel und mir ist gestartet!

Unter dem Titel "Das Elixier des Lebens" werden zehn Kurzgeschichten veröffentlicht, die 70 Jahre und älter sind. Klassische, deutschsprachige Phantastik zwischen Grusel, Sci-Fi und Schauer, die seit ihrer Erstveröffentlichung nie wieder in Buchform gedruckt wurden - also echte Goldstück - haben Lars und ich zusammengesammelt um sie euch in Buchform und als von mir gelesenes Hörbuch zu präsentieren.

Neben Taschenbuch und Hörbuch gibt es auch eine auf 20 Stück limitierte Sammlerausgabe, die bereits nach weniger als sechs Stunden komplett vergriffen war.

Satz und Layout des Buches werden von Boographics (www.boographics.de) gemacht und wir alle arbeiten bereits mit Hochdruck an dem Projekt. Vielen Dank an alle Spender, die das Projekt ermöglichen!!

 



www.startnext.com/daselixier

 

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"Es - Kapitel 2" Filmkritik

Fast zwei Jahre mussten die Kinogänger warten. Im Herbst 2017 kam der erste, mit Spannung erwartet Teil des Zweiteilers „ES“ in die deutschen Kinos. Schon einmal war der erstmals 1986 veröffentlichte Roman von Stephen King verfilmt worden: 1990 kam ein Fernseh-Zweitler heraus, in dem der britische Schauspieler Tim Curry, bekannt vor allem durch den Midnight-Movie „the Rocky Horror Picture Show“die Rolle des Pennywise übernahm und durch seine Art zu spielen dem Clown seinen eigenen Charakter gab und für viele die stärkste Figur im Streifen war.



 

In der Neuverfilmung spielt der Schwede Bill Istvan Günther Skarsgård das Monster, dass alle 27 Jahre die Kleinstadt Derry heimsucht. Im ersten Teil lernt der Zuschauer die Gruppe Kinder kennen, die sich später im „Club der Verlierer“ zusammenschließen. Aus irgendeinem Grund, der im Film nicht thematisiert wird, sind sie die einzigen, die das Zusammentreffen mit dem Clown überleben. In der Gestalt ihrer jeweils größten Ängste tritt er jedem einzelnen erstmals gegenüber. In einem vermeintlich finalen Showdown in der Kanalisation von Derry glauben Bev, Richie, Bill, Mike und Eddie, sie hätten den Clown erledigt. Sie schwören, dass - sollte ES jemals wieder auftauchen - sie das kinderfressende Monster erneut zur Strecke bringen wollen.


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Buch und Buchhandel in Zahlen - Bericht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Jedes Jahr bringt der Börsenverein des deutschen Buchhandels einen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Buchmarkts heraus. Nicht nur für Buchhändler interessant beleuchtet er die verschiedenen Trends und Entwicklungen der wichtigsten Buch-relevanten Themen. Zahlen, Ziffern, Prozente, Trends - alles in n eutralem Ton und ebenso informativ wie aufschlussreich.


So erfährt mann u.a. welches das teuerste lieferbare Buch 2018 war (»Murals of Tibet« von Thomas Laird aus dem Taschen Verlag für 10.000€ - signiert vom Dalai Lama und so überformatig, dass es mit einer beistelltischgroßen Buchstütze geliefert wird), welches der erfolgreichste Export (»Das geheime Leben der Bäume« von Peter Wohlleben, Ludwig Buchverlag) oder in welches Land die meisten Lizenzen verkauft wurden (China: 1.560). Der Jahresbestseller 2018 war übrigens »Töchter einer neuen Zeit« von Carmen Korn. Der größte Verdiener war der Online Buchhandel (Amazon wird einen großen Anteil daran haben); immerhin knapp 20% verdiente alleine er.

Dieser Streifzug durch das turbulente Jahr 2018 und 2019 ist geprägt von guten und schlechten Meldungen. So arbeiten 2018 27.500 Menschen im Buchhandel, das sind 1,2% weniger als 2017.

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»Sieben Arten Dunkelheit« Christian v. Aster

(c) Thienemann 2019
»Sieben Arten Dunkelheit«

Die Nacht ist nicht einfach nur dunkel - und Dunkelheit ist nicht einfach nur schwarz. Sieben Arten Dunkelheit, so lehrt es der alte Meister seine Schüler gibt es. In jeder dieser Dunkelheiten leben andere Kreaturen, die sich von Dunkelheit ernähren. Von so harmlosen Wesen wie Schattenhamster in der ersten bis zu grauenhaften Monstren in der siebten Art kann alles in den Schatten warten. Von den meisten Menschen unbemerkt, scheint sich in der Dunkelheit etwas zu bewegen, was bisher nie da war. Auf einer Südseeinsel schickt der Schattenvater, einer der drei Meister der Dunkelheit seine jugendlichen Schüler aus um sie zu Schattenzähmern ausbilden zu lassen.

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Der 15jährige David hingegen weiß davon nichts. Er hat Angst in der Dunkelheit und versucht zu vermeiden wo es nur geht. Als die blinde Ayumi neu in seine Klasse kommt merkt er aber schnell, warum Angst im Dunkeln nicht immer unbegründet ist.

 Er lernt, dass man nicht nur mit den Augen sehen und den Ohren hören kann, sondern dass es in der Dunkelheit mehr als anderswo um das Fühlen geht.

Christian von Aster gelingt es einen schönen, zumeist zweisträngigen Jugendroman zu schreiben, der allerdings etwas braucht um in Fahrt zu kommen um dann zu abrupt wieder zu Ende zu sein. Das in einem

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Rückzugsort Schreibzimmer

Eigentlich ist es etwas völlig analoges, veraltetes, umständliches und rückschrittliches. Wer schreibt heute noch Briefe? Und dann noch mit Schreibmaschinen - auf diversen Papieren, die so teuer sind, dass man für zwei Blätter plus Umschlag soviel bezahlt wie woanders für 200 Seiten Kopierpapier. Ist das zeitgemäß? Die klare Antwort lautet: nein. Und das soll es auch nicht sein - im Gegenteil. Es soll eine der oft zitierten Oasen der Ruhe sein. Ein Ort, an dem man runterkommt und der für Menschen, die so ganz langsam in ein Alter kommen wo sie so etwas wie nostalgische Gefühle entwickeln ein Stück Vergangenheit bieten. Natürlich ist das alles verklärend, aber das kann es ruhig sein. Im englischen Sprachraum werden sie Writer’s Shells oder Writer’s shacks genannt, also „Schuppen“ oder „Hütte“. Es ist ein privater Ort, geschützt vor der Öffentlichkeit und sich empörenden Hütern der Geschichte, des Anstandes und sowieso von allem. Einen großen Teil der Atmosphäre macht der Ort als solches aus. Ohne PC, ohne Fernseher - frei von Elektro-Smog, der überall sonst sein darf - nur in der Schreib-hütte eben nicht.

Ebenso wichtig ist die Wahl der Schreibutensilien. als einziges Zugeständnis an die moderne Zeit gibt es elektrische Schreibmaschinen, die übrigens gar nicht so lange aus der Mode sind. In einigen Amtsstuben wird heute noch damit getippt - deswegen gibt es für die meisten Modelle auch noch Farb- und Korrekturbänder. Aber die analogen, mechanischen Schreibmaschinen sind natürlich das Herzstück. Eine Adler Junior 1, Triumph Adler norm, Continental und eine Brillant Special T sind es, die hier wochenweise gewechselt werden. Für mich ist es auch die Wahl des Papiers, die wichtig ist. Da gibt es Vergl-Papier von Crown Mill, Bütten von Roessler, letterlopes (oder enveletters), also ein Blatt, das zusammengefaltet gleichzeitig den Umschlag bildet und andere Papiere, die man manchmal lange im Internet suchen muss. Und für die Unterschrift sowie das Datum muss noch ein Stift her, der mit Tinte schreibt. Ein Kaweco Füller und ein Glasgriffel sowie einige Tintenfässer stehen also auch noch auf dem Tisch. Masking Tapes sind allerdings ein modernes Erzeugnis - doch eine puristische Wissenschaft will ich persönlich nicht daraus machen. Sobald es zum Zwang wird, nur Utensilien einer bestimmten Zeit auf dem Tisch liegen dürfen, wird es langsam manisch.

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