Willkommen!

Hier findet ihr die aktuellen und älteren Blogeinträge. Artikel, Interviews, Videos - sobald hier oder auf YouTube was Neues passiert, erfahrt ihr es im nachfolgenden Blog. Die ersten Einträge von 2015 sind nach der Umstellung des Hosts leider verloren gegangen; aber Ende 2017 sind aber alle Beiträge auf dieser Seite aktuell.

Viel Spaß auf den creepy creatures Seiten!


aktuelle Blogartikel

Leipziger Buchmesse abgesagt!

 

Wegen der ständigen, latenten Bedrohung durch das neuartige Corona-Virus wurden in den vergangenen Wochen bereits große internationale Messen wie die ITB in Berlin, die Handwerkermesse in München oder die "Pro Wein" in Düsseldorf abgesagt. Es war für viele also nur noch eine Frage der Zeit bis auch die LBM absagen würde. Wie viele andere auch schwankte ich zwischen "mulmigem Gefühl" und großer Vorfreude. Die Entscheidung zur Messe zu gehen oder eben auch nicht wurde mir und allen anderen Besuchern, Ausstellern und Gästen nun abgenommen. Auf der Webseite der Leipziger Buchmesse ist seit heute (03.03.2020) zu lesen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"schweren Herzens und mit großem Bedauern müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass die diesjährige Leipziger Buchmesse, die für den 12. bis zum 15. März geplant war, nicht stattfinden wird. Gleiches gilt für die im Verbund stattfindende Manga-Comic-Con und das Lesefest Leipzig liest."

 

Weiter heißt es aber auch - und das lässt darauf schließen, dass die Messe selbst diese Entscheidung möglicherweise nicht getroffen hätte sondern sich dem Druck der Stadt beugen musste:

 

"Das Gesundheitsamt Leipzig folgte der Aufforderung des Bundesgesundheits- und des Bundeswirtschaftsministeriums, wonach eine Rückverfolgbarkeit von Kontaktpersonen bei Großveranstaltungen gewährleistet sein muss."

 

Leicht scheint sichdie Messe die Entscheidung nicht gemacht zu haben. Aus den Zeilen geht hervor, dass die Veranstalter wohl ebenso enttäuscht und traurig sind wie die Gäste, Aussteller und die Schriftstelerinnen und Schriftsteller. Aber ändern lässt sich diese Entscheidung nicht - auch wenn sie in erster Linie nicht von der Messe selbst getroffen wurde.

mehr lesen 0 Kommentare

LBM 2020 - Tipps

Es dauert nicht mehr lang: am 12.03.2020 beginnt wieder die Leipziger Buchmesse. Die ganze Stadt wird voller Menschen und voller Literatur sein. In den Messehallen aber auch in Kneipen, Bars und sogar auf Freidhöfen und in psychiatrischen EInrichtungen wird es Lesungen geben. Für die Phantasten unter euch gibt es ein besonderes Highlight aus meiner Sicht: der US Autor Christopher Golden wird sowohl am Stand des Comic und Roman Verlags Cross Cult zu Gast sein wie auch beim Buchheim Verlag. Beide Verlage planen Veranstaltungen wie Meet and Greets und Lesungen mit Chris Golden. Wem es zu mühsam ist, das Programm auf den Webseiten der LBM durch zu lesen, der kann sich hier eine kurze und auf phantastische Autoren/Verlage zugeschnittene Liste downloaden.

 

 

Autoren  sind u.a. Isa Theobald, David Gray, Christopher Golden, Thomas Brussig, Bernhard Hennen, Jens Lubbadeh, Tobias Bachmann u.v.a. - die Liste wird hin und wieder aktualisiert.

Aktueller Stand: 23.02.2020 23:20 Uhr


Weitere Veranstaltungen sind auf www.leipziger-buchmesse.de zu finden.

 

mehr lesen 0 Kommentare

Nachlese "Das Elixier des Lebens"


Das meiste, was es zur Entstehung des Buches zu sagen gibt, haben sowohl Lars wie auch ich in unseren Vor- und Nachworten bereits geschrieben. Aber wie es für mich als Erstlings-Herausgeber war ein Buch herauszubringen, das möchte ich nun, da alles Bücher und CDs verkauft sind, mit euch teilen.

Das erste, was fest stand, war die Titelgrafik. Ich hatte sie bei einem der noch bezahlbaren Stock-Anbieter gefunden und wusste, dass ich den reduzierten Stil ebenso mochte wie das Motiv des Mädchens mit dem Augen-Ballon.

Während Lars und ich die Geschichten gemeinsam ausgesucht haben, habe ich die Crowdfunding-Kampagne geplant. Ich wollte nicht zu viele der „Dankeschöns“ (wie die Belohnungen oder Goodies bei Startnext genannt werden) anbieten aber dann auch wider nicht zu wenige. Die Bücher mussten kalkuliert werden und zwar in einem Maß, dass die Kampagne die Kosten für Produktion, Druck, Satz, Layout und Verpackung plus Versand sowie die Pressung der CDs einspielen musste. Gerade die Sammlerexemplare waren so knapp kalkuliert, dass ich immer wieder darüber nachgedacht habe, den Preis doch noch zu erhöhen. Zwei Wochen lang habe ich daran geknuspert, welche Pakete zu welchem Preis ich anbieten sollte. Auch über die Limitierung der Sammlerausgabe und der Namensnennungen musste ich nachdenken. Im Nachhinein betrachtet, hat die Idee mit den Namensnennungen das Projekt am deutlichsten aufgehalten. Denn das Buch konnte erst in den Druck gegeben werden, wenn die Limitierung erreicht wurde. Das aber passierte sehr spät, so dass gegen Ende der Kampagne zwar das Buch bereits fertig gesetzt und gelayoutet war, aber buchstäblich auf einige wenigen Zeilen Text (nämlich die Namen) warten musste. Das hat einiges aufgehalten, so dass ich mir dafür beim nächsten mal irgendwas anderes überlegen muss um die Sache zu beschleunigen.

Dann musste ich durch einen bürokratischen Bestätigungsprozess bei Startnext (den ich ausdrücklich begrüße, denn es gibt andere Crowdfunding Plattformen, die nicht so genau hinschauen). Irgendwann kam das „go“ von Startnext und ich habe die Kampagne veröffentlicht.

Was sowohl Lars wie auch mich glücklich gemacht hat und etwas staunen lies war der Umstand, dass die Sammlerausgaben nach vier Stunden ausverkauft waren. Die Lehre, die ich daraus ziehe ist die, dass es beim nächsten Projekt mehr Sammlerausgaben geben wird. Sicherlich nicht mehr als 50, aber doch mehr als 20.

In der ersten Woche war bereits die reinen Produktionskosten fast vollständig eingespielt. Hier begann die Arbeit von Betty, meiner Frau. Die ersten Geschichten wurden gesetzt und gelayoutet. Betty hat einen Rahmen für die Titel der Geschichten entworfen und auch mit dem Klischee für die Sammlerausgaben begonnen. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits sechs Geschichten fest, bei den anderen haben Lars und ich noch diskutiert. Gerade bei einer Vampir-Geschichte waren wir uns dann absolut nicht sicher. Denn die im Buch vereinten Geschichten mussten auch in der Hörbuch-Version funktionieren. Gerade bei Texten dieses Alters und mit einer teils blumigen Sprache besteht durchaus ein Unterschied zwischen vorgelesen und selbst gelesen. Da waren die Sätze oft zu ausgeschmückt und zu lang so dass ich beim Einsprechen schon gemerkt habe, dass man sich als Hörer wohl sehr anstrengen muss. Zudem waren auch lange Einleitungen ein Grund Geschichten nicht aufzunehmen. Bei einem Hörbuch-Roman, bei dem man sich auf fünf, zehn oder noch mehr Stunden Hörgenuss einlassen kann war - so meine Befürchtung - die Bereitschaft auch längere Einleitungen zu „ertragen“ höher als bei Kurzgeschichten, die in ihrer Gesamtlänge nicht länger als 20 Minuten sind. Aus diesem Grund sind einige Geschichten noch während der Kampagne ausgetauscht und neu ausgesucht worden.
Hier zeigte sich auch, wie gut Lars und ich uns ergänzten. Während das ganze Know-How und das Wissen über alte Texte von Lars kamen, der in der Materie so gut drin war wie kaum ein anderer (ausgenommen Eric Hantsch) versuchte ich eher aus Sicht eines zeitgenössischen Lesers an die Texte ranzugehen. Wir haben sehr schnell einen Konsens gefunden - dabei hatte ich vor diesem Teil der Buchentstehung noch am meisten Besorgnis und sah uns schon hitzige Streitgespräche am Telefon führen. Aber nichts dergleichen ist passiert.


mehr lesen 0 Kommentare

Buchabbruch: "Sandtaucher" von H. Howey

Die Idee klingt vielversprechend: in einer dystopischen Welt (irgendwo in den USA) leben die Menschen in der Wüste. Dort, wo früher Städte mit Straßen, Autos und Bürobauten waren, ist heute Sand. Nicht, weil die Städte zerstört worden wären, sondern weil sie mit mehreren hundert Metern Sand bedeckt sind.

Die Zivilisation, die heute noch existiert ist roh, unzivilisiert und hinterhältig. Jeder kämpft täglich ums Überleben. Immer mit Sand im Mund, in den Schuhen und auch sonst überall. Ein klassisches dystopisches Setting, dass nur dadurch interessant wirkt, weil es eben AUF den Trümmern einer vorherigen Kultur spielt und nicht DAZWISCHEN.

 

Die Story beginnt mit Palmer und dessen Kumpel Hap. Beide sind Sandtaucher - also zumeist junge Menschen, die mit Hilfe eines unter Strom gesetzten Taucheranzugs, einem Visier und Paddeln durch den Sand tauchen können. Dabei geht es auch um Konzentration und innere Gedankenströme. Das kann nicht jeder und Sandtaucher sind umso erfolgreicher je tiefer sie kommen. Dort im Sand finden sie - wenn sie Glück haben - Artefakte. Nichts anderes als die Überreste der vorangegangenen Zivilisation in Form von Autos, Koffern oder ähnlichem.
Der Tauchgang, den Palmer und Hap nun starten ist heikel. Denn er geht besonders tief in den Sand um eine versunkene Stadt zu finden. Tatsächlich scheinen die beiden das auch zu schaffen und erreichen das, was früher wohl mal ein Wolkenkratzer gewesen ist steigen an und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf…


 

Oder eben halt auch nicht. Denn vom durchaus vielversprechenden Anfang muss man erstmal 100 Seiten warten bis die Geschichte weiter geht. Und diese 100 Seiten sind angefüllt mit erwartbaren Charakterbeschreibungen, erwartbaren Beschreibungen des Settings und teils geradezu stümpferhaft geschriebenen Dialogen.

mehr lesen 0 Kommentare

"Das Elixier des Lebens" - letzte Runde

Nach Monaten der Vorbereitung, des Bangens und sich-Gedanken-machens ist es fast soweit: in 14 Tagen, also zwei Wochen wird die aktive Phase bei Startnext beendet. Dann geht es mit Hochdruck in die Produktion des Buches, für das wir nun eine Online-Druckerei gefunden haben. Die Hoffnung, das Buch in guter Qualität in Deutschland drucken zu können wurde leider wegen der horrenden Preise zunichte gemacht. Aber nach dem BuCon, auf dem ich eine Menge Bücher angefasst habe und mir von vielen hilfsbereiten Menschen Tipps habe geben lassen, habe ich mich nun für eine Druckerei entschieden. Auch der Buchbinder, der die 20 Sammlerexemplare binden wird ist bereits gefunden.

Besonders froh und dankbar bin ich euch allen, die ihr gespendet habt, den Aufruf gepostet habt, Links geteilt habt und bei Freunden Werbung für unser Buch gemacht habt. Ich bin jedem von euch sehr dankbar - und besonders den Spendern, die so großzügig waren.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Buch 170 Seiten. Eine Geschichte ist vor ein paar Tagen rausgeflogen da sie bereits woanders publiziert worden war. Solche Sachen fallen einem manchmal erst so spät auf. Deswegen wurde auch das Inhaltsverzeichnis bisher nicht bekannt gegeben. Ich hoffe aber, bis nächste Woche auch das spruchreif zu haben.

Nun schreiben Lars und ich noch je ein Vor- bzw. Nachwort, Lars erstellt die Quellenlist und ich spreche die letzten beiden Geschichten ein. Dann heißt es nur noch warten auf das Ende. Und zwar das Ende der Kampagne. Denn das Buch können wir erst dann drucken lassen: die Unterstützerliste kann sich bis zur letzten Minute schließlich noch ändern.

In 14 Tagen gibt es dann wieder mehr zu "Das Elixier des Lebens"!

2 Kommentare

»Kill Creek« von Scott Thomas - enttäuschende Anhäufung von Klischees

Irgendwo im ländlichen Kansas steht ein altes Haus mit schauriger Geschichte. Schon der Erbauer starb eines grausamen Todes und auch die nachfolgenden Bewohner haben ihr Heim nie lange überlebt. Gerade diese Geschichte ist es, die vier der erfolgreichsten Horror-Autorin sich hier zusammen finden lässt. Die Zusammenkunft soll eine multimediale PR Maßnahme sein - in Interviews sollen per Lifestream die Zuschauer mehr über ihre vermeintlichen Idole erfahren.

Und auch wenn einige der vier Schreibenden nicht ganz überzeugt sind, machen sie doch am Ende alle mit. Und erfahren sowohl über die Geschichte des Hauses wie auch über die ihrer Mitstreiter mehr, als sie es vielleicht wollen.


 

Der Roman ist - das sei als erstes erwähnt - eine Aneinanderreihungen althergebrachter Horror-Klischees. Schon die vier Autorinnen und Autoren sind wie aus dem Lehrbuch entnommen: es gibt die promiskuitive, punkige Extrem-Horror Autorin mit bewegter Kindheit, den alten weisen Autor, der distinguiert auftritt, Ruhe in die Mannschaft bringt und an den richtigen Stellen wieder mit Weisheiten um die Ecke kommt.

Natürlich hat auch er in seinem Lebenslauf einen dunklen Fleck, von dem niemand weiß. Und dann gibt es noch den klischeehaftesten aller Schriftsteller-Charaktere: den einstmals erfolgreichen, heute aber in die Bedeutungslosigkeit absinkenden Zweifler, der eben diese in Alkohol ertränkt. Und dann gibt es den sonderbaren reichen Mäzen, der - Achtung - eine schwarze Freundin hat. Huch! Scott Thomas hat die Alibi-Afro so plakativ inszeniert, dass die Figur zu gewollt erscheint. Nicht etwa als Charakter, der nun mal schwarz ist und das kaum erwähnenswert wäre, dass also eine andere als die weiße Hautfarbe eben eine andere als die weiße wäre - nein, es ist der klischeebeladene Versuch, eine Quoten-Ethnie im Buch zu haben. Wie in den 90ern.

Auch die Horror-Momente des Buches sind wie aus der B-Movie Kiste entnommen: schemenhafte Erscheinungen etwa, die am Rande des Gesichtsfeldes kurz erscheinen. Oder Mauern, die plötzlich nicht mehr da sind, wo sie vorher waren. Gegenstände, die ihre Plätze wie von Zauberhand wechseln.
Und dann plötzlich stirbt das Kind eines der vier Autoren: die des braven gläubigen, übergewichtigen Phantasten, der ein gläubiger Christ ist - zumindest am Anfang der Geschichte noch ohne jedweden Zweifel an Gott und seiner Güte.

mehr lesen 0 Kommentare